Der Träumer ohne Traum

Es war einmal ein kleiner Träumer, der glaubte an das Gute in der Welt. Doch er wurde immer wieder enttäuscht und so zog er sich zurück von Dieser und lebte seinen eigenen Traum. Doch mit den Träumen kam auch die Einsamkeit. Alsbald wurde die Einsamkeit in Form einer tiefen Trauer bemerkbar und der Träumer bemerkte, dass sein Traum in nicht davor beschützen würde. Er war Held, er war alles was er sein wollte, doch in der einen Welt die war und blieb, war er ein Niemand ohne Freunde. Sein Schmerz wurde grösser, so dass er nicht mehr in dieser Traumwelt glücklich war und sich andauernd fragte: „WARUM GERADE DIESE WELT? Warum kann ich nicht in einer anderen Geschichte leben?“

Voller Schrecken erkannte er, dass er etwas unternehmen musste, wenn er nicht zugrunde gehen wollte. Und er betrat wieder die reale Welt, welche ihn so enttäuscht hatte.

Doch wie stand er da?

Nie gelernt wie man Freunde findet... zu ungeschickt zum Leben... diese Worte hatte er einmal gehört, und diese Worte trafen jetzt genau auf ihn zu.

Zulange hatte er sich zurückgezogen. Voller Trauer blickte er in die reale, grosse Welt und verlor mit jeder vergangenen Minute immer mehr die Hoffnung. Er stand alleine da... ganz alleine... keine Freunde um ihn, nur kalte Einsamkeit...

Menschenmassen gingen an ihm vorbei.... neue Kollegen??? Er wollte sie ansprechen, mit ihnen reden.... Doch aus seinem Munde kam kein Wort. Er versuchte zu schreien, seine Trauer loszuwerden... doch seine Kehle blieb stumm. Irgendwie konnte er keine einzige Person ansprechen und keiner verstand sein Schweigen... kein Mensch verstand ihn, ausser die wenigen anderen Träumer... Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die grosse, weite Welt. Er blickte zurück, sah seinen alten Traum wieder und verspürte den Drang, dorthin zurückzukehren... doch gleichzeitig wusste er, wenn er dorthin zurückkehrt fände er den Tod in der Trauer und der Einsamkeit. Der Träumer begann leise zu weinen, niemand bemerkte es. Er hatte die Wahl zwischen Tod oder Enttäuschung... und die Hoffnungslosigkeit machte sich breit. Der Träumer schaute mit nassen Augen gen Himmel und schrie: WARUM ICH?!!! WARUM?!!! HAB ICH DENN SOVIEL FALSCH GEMACHT IN MEINEM LEBEN???

Doch seine Frage blieb unbeantwortet. Er stand in einer neuen Welt... einer riesigen, leeren Einsamkeit, doch überfüllt mit Seinesgleichen... und hinter ihm lag sein früherer Traum in Trümmern. Er wünschte sich, dass ihn jemand in die Arme schliessen würde und er sein ganzes Leid vergessen könnte. Doch die warme Umarmung bliebt aus... nur die Kälte kam.

Überall Kollegen und doch nicht. Der Träumer wusste nicht, wie er neue Kollegen finden sollte, er hatte es nie gelernt und ob er es lernen wird ist fraglich... Denn er steht schon seit einiger Zeit alleine in dieser grossen Welt und ist es bis heute immer noch:

"ZU UNGESCHICKT ZUM LEBEN"