Information für Patienten - Surmontil

Was ist Surmontil und wann wird es angewendet?

Surmontil wird zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Es hellt die Stimmung auf, mildert Angstzustände, beseitigt Traurigkeit und innere Unruhe und wirkt bei Schlaflosigkeit psychischen Ursprungs. Surmontil darf nur auf Verschreibung des Arztes angewendet werden.

Wann darf Surmontil nicht angewendet werden?

Sie dürfen Surmontil nicht einnehmen bei Überempfindlichkeit auf den Wirkstoff Trimipramin oder einen Hilfsstoff von Surmontil, bei gleichzeitiger Einnahme eines Medikamentes aus der Gruppe der MAO-Hemmer, ferner bei vergrösserter Prostata mit Beschwerden beim Wasserlösen, bei erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom), bei schweren Rythmusstörungen des Herzes sowie während der Erholungsphase nach einem frischen Herzinfarkt.

Wann ist bei der Einnahme von Surmontil Vorsicht geboten?

Falls Sie an tiefem Blutdruck, Herz-Kreislauferkrankungen (z.B. Herzrythmusstörungen, koronare Herzkrankheit), Leber- oder Nierenerkrankungen, oder behandlungsbedürftiger Epilepsie leiden, sowie Schwierigkeiten beim Wasserlösen (z.B. Prostatabeschwerden) haben, sollten Sie mit der Einnahme Surmontil vorsichtig sein. Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Verwendung von anderen Medikamenten wie zB. Medikamenten zur Behandlung von Asthma (Adrenalin-Anaroge), zur Gewichtssreduktion verwendeten Appetitszüglern, zur Behandlung von Magen- Oder Zwölffingerdarmgeschwüre, anderen Medikamenten gegen Depression, Medikamente gegen psychische Störungen, gegen Herzrythmusstörungen (z.B. Chinidin, Amiodaron) und gewissen Medikamenten gegen Bluthochdruck. Surmontil verstärkt die Wirkung von Alkohol, gewissen Schlafmitteln, anderen zentral beruhigenden oder auf die Psyche wirkenden Arzneimitteln. Falls ein chirurgischer Eingriff bevorsteht sollten Sie Ihren Arzt informieren. Infomieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte) einnehmen!

Darf Surmontil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Nehmen Sie Surmontil während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nur auf ausdrückliche Verordnung des Arztes ein.

Wie verwenden Sie Surmontil?

Die Dosierung wird vom Arzt für jeden Patienten individuell festgelegt. In der Regel beginnt man mit einer niedrigen Dosierung, die langsam gesteigert und nach Eintreten der Wirkung auf die notwendige Erhaltungsdosis reduziert wird. Die übliche tägliche Erhaltungsdosis beträgt 50 - 100 mg Surmontil (entspricht 2 -4 Tabletten zu 25 mg. 1/2- 1 Tablette zu 100 mg) Diese Tagesdosis wird entweder auf 2 -3 Einzeldosen verteilt eingenommen oder in einer Einmaldosis am Abend 2 Stunden vor dem Schlafengehen, eingenommen. In gewissen Fällen z.B. bei älteren Patienten, kann der Arzt die Erhaltungsdosis auf 25 - 50 mg Surmontll pro Tag (entspricht 1 -2 Tabletten zu 25 mg) reduzieren. Schlucken Sie die Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit. Als Alternative kann der Arzt auch Tropfen verschreiben (1 Tropfen = 1 mg Trimipramin). Das Fläschchen ist vor dem öffnen gut zu schütteln und beim Abtropfen senkrecht zu halten. Surmontil Tropfen werden mit Wasser eingenommen. Surmnontil soll bei Kindern nicht angewendet werden. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen kann Surmontil haben?

Müdigkeit und Schwindel, gelegentlich auch Benommenheit, Zittern, Unruhe, Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Bauchbeschwerden und Entzündung der Mundschleimhaut können auftreten. In gewissen Fällen kann Mundtrockenheit, verschwommenes Sehen, Wallungen, Schweissausbruch, Verstopfung und Schwierigkeiten beim Wasserlösen vorkommen. Seltener kommt es zu allergischen Reaktionen, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, Hautausschlag, Schwellung im Gesicht, Blutdruckabfall, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Launenhaftigkeit und Verwirrtheit; bei älteren Patienten epileptischen Anfällen, Bewegungsstörungen, Beeinträchtigung der Leberfunktion. In Einzelfällen wurde eine Brustvergrösserung beim Mann und Milchfluss aus der weiblichen Brust beobachtet. Eine Beeinflussung auf das gewohnte Sexualverhalten ist möglich. Gewichtszunahme aufgrund der psychischen Besserung kann vorkommen. Beim Auftreten von Nebenwirkungen, bei denen Sie einen Zusammenhang mit der Einnahme von Surmontil vermuten, informieren Sie bitte ihren Arzt.