Chaos der Seele

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„Meine Sorgen und ich existieren im Chaos nie sehr lange!
So zahle ich zwar einen hohen Preis, kann jedoch immer alles sein was ich will!“

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Ich, der Mensch, ein Körper, nur eine leere Hülle.
Eine Form, die Äusserlich immer die selbe erscheint.
Das Gefängnis, welches man mit dem Chaos fülle.
Ein Ausbruchsversuch der Träne wenn man weint.

Äusserlich bin ich Tag für Tag der Gleiche,
doch bin ich nie der selbe wie vor einer Stunde.
Innerlich ich stetig meinem neuem Chaos ich weiche.
Töte, sterbe und entstehe neu in jeder Sekunde.

Mein Wahn wird zu meiner Persönlichkeit,
mein stetiger Wechsel unberechenbar.
Weit weg von der friedlichen Seeligkeit,
sprudelt in mir eine Quelle der Gefahr.

Bin ich Gut, Neutral oder Böse?
Einordnen kann ich mich im Chaos nicht.
Immer wieder von jeglicher Gesinnung mich löse,
Zwischen Dunkelheit, Grau und hellem Licht.

Meine Waage ist nicht ausgeglichen,
als Justizia hätte ich versagt, ganz klar.
Vom einem Extrem ins Andere wird stets gewichen,
nichts scheint so wie es doch vorhin war.

Ist Chaos denn nun wirklich so schlecht?
Mit Chaos durch die Welt geht man als Individualist.
Leider ist Ordnung den Meisten nur Recht.
Regeln im Universum doch eigentlich das Unnatürliche ist!

Und allem zum trotze verursacht es mir starke Schmerzen,
nie jemals wirklich eine Person sein zu können.
Der Seelensturme bohrt an meinem Herzen,
und wird mir niemals meine Ruhe gönnen.

Warum denn nur immer diese Qual?
Warum der Zweifel als Nadel stechend klein?
Ich habe doch die freie Wahl?
Beinahe: Nur nicht die, Bestehend zu sein.

Der andauernde Wunsch in der Unordnung eine Regel zu finden,
den tiefen Strudel endlich in eine Flussrichtung gelenkt...
Mich endlich an einen Ort in meiner Seele zu binden.
Und doch wäre ich in meiner Freiheit dann eingeschränkt.

Andererseits wenn ich Niemand bin,
so kann ich Alles sein unendlich weit...
Egal wonach mir steht der Sinn:
Ich bin von jeden Regeln befreit.

Nur der Körper selbst hält mein Chaos fest,
verhindert, sich endgültig auszufalten.
Die Hülle der weltlichen Logik letzter Rest,
Genau jene Ordnung, welche hat früher mich zusammengehalten.

So steh ich da, nur ab meiner Hülle bekannt,
Gefangen im Körper und doch zu allem bereit,
suche verzweifelt den Ausweg "Erlösung" genannt.
Warte nur noch in der Veränderung selbst, bis sich das Chaos befreit.

Und wenn sich mein Leben ohne gefundenen Ausweg nähert den letzen Tagen,
so hab ich zum Klagen einen Grund eigentlich nur Ein:
Mehrere Leben im Chaos zwar mehrmals gelebt zu haben,
jedoch für den Preis, nicht jemals ein Einziges wirklich gewesen zu sein.

„Der Preis des Chaos ist der, nicht bestehen zu dürfen in dieser Welt!“

Text von Snowhawk