Schwarze Schwingen

Schwarze Schwingen
Unsichtbar trage ich sie mit mir.
Ich schlafe mit ihnen.
Ich stehe auf mit ihnen.
Ich lache mit ihnen.
Ich weine mit ihnen.
Sie sind bei mir... auf ewig.
Ich spüre die Last auf meinen Schultern. Oft kann ich sie sehen. Das was Andere „Depressionen“ nennen, hat für mich eine Gestalt angenommen. Ich trage den Schmerz der Welt mit mir. Alltäglich. Immerdar. Ich habe gelernt zu leben... und das der Tot eine süsse Versuchung ist, mit den Depressionen endlich davonzufliegen... den schwarzen Schwingen. Sie ragen hoch aus meinen Schulter. Schwarze Flügel. Hart und Messerscharf. Blutverklebt durch meinen eigene Wunden. Die ständige Versuchen, diese Welt zu verlassen... Die Linke Schwinge und die rechte Schwinge... Vergangenheit und Zukunft. Sie schneiden mein irdisches Fleisch. Die Gegenwart... ich stehe in der Mitte beider Schwingen und spüre die unzähligen Schnittwunden. Soll man an die Zukunft glauben oder der Vergangenheit? Beide sind Messerscharf, beide verletzen dich und zerfetzen meinen Körper... die Gegenwart. Das Opfer der Zeiten.
Sie wollen mit mir davonfliegen. Endlich das SEIN verlassen. Ich möchte einfach keine Schmerzen mehr. Ich möchte Zeitlos werden.
Schwarze, messerscharfe Schwingen aus Stahl. Kalt, hart, erbarmungslos und unberechenbar. Sie schneiden mir Wunden... Und wer mir zu nah kommt, der kann von Ihnen auch getroffen werden. Kommt mir nicht zu nahe... Lasst mich in ruhe... Oder ihr werde selbst den Schmerz kennen lernen, der mich peinigt. Ich hasse euch Menschen... Für das was ihr tatet, mir antut und antun werdet. Mit Absicht oder unbeabsichtigt. Mir egal. Ich hasse Euch.
Ich hasse Euch wenn ihr mich zum weinen bringt.
Ich hasse Euch wenn ihr mich ins wanken bringt.
Am meisten hasse ich Euch, wenn ihr mich zum lachen bringt.
Wäre ich die ganze Welt los, wäre ich glücklich.
Wäre ich Euch los, hätte ich keinen Schmerz mehr!
Diese Welt ist nicht genug für mich und der Menschheit.
Ich wünschte ich hätte die Macht, Euch alle zu vernichten. Jeden Einzelnen von Euch. Verdient oder unverdient. Das ist nun eine Ein-Manndiktatur. Jetzt, in diesem Augenblick wo ich dies schreibe, fühle ich mich stark und meine schwarzen Schwingen ragen hoch und stolz empor, bereit alles zu zerfetzen, der ganzen Welt den Krieg zu erklären. Doch ist es nur der Schein der trügt und ebenso heimtückisch sind meine Flügel. In einem Moment stolz emporragend, lassen sie mich auch gleich wieder runterfallen, auf die Erde wo ich in Zweifel meiner selbst versinke, mich hinkauere und vor mich hin jammere. Wo ist dieser Ein-Manndiktator, der vorhin eben noch der ganzen Welt den Krieg erklärte... dieser erbärmliche, heulende Wurm? Wo ist seine stärke, sein Hass... einfach nur lachhaft. Und schon werde ich von meinen eigenen Schwingen zerfetzt. Die scharfen Klingenfeder schneiden meine eigenes Fleisch und der innere Schmerz wird real. Lasst mich doch in Ruhe. Die ganze Welt. Fuck off! Die Flügel zerhacken mich, und legen sich zugleich schützend um mich nach Aussen hin. Niemand kann mir helfen. Wer jetzt seine helfende Hand mir zu reichen versucht, den Hass ich noch mehr... dem wird die Hand von den Flügel abgehackt... auch wenn dies nicht fleischlich ist, so lodert die Flamme des Hasses in meinen Augen und verletzt diese Person.
Mir tut es leid... alles tut mir Leid.... Aber ich kann nichts machen, um diese schwarzen Schwingen zu kontrollieren. Ich hab schon so viel versucht. Und sobald man den Glauben hatte, es in den Griff zu bekommen, wurde man auch schon wieder gnadenlos zerrissen. Ich möchte wirklich niemandem auf dieser Welt weh tun... und doch gelüstet es mich nach Blut... Mein Blut? Wieso soll mein Blut fliessen wenn die Welt eigentlich an diesem ganzen Dilemma Schuld ist? Wieso soll ich leiden? Und doch bin ich immer am Schluss die blutende Leiche am Boden. Euer Blut will ich nicht sehen. Und doch dürsten die schwarzen Klingen danach. Und wenn der Durst unstillbar wird, laben sie sich an meinem eigenen Fleisch. Geben mir die Schmerzen welche IHR eigentlich verdient hättet. Ich tu einigen Weh... ungewollt... doch die eigentliche Wunde trage ich selbst. Die Flügel des Hasses wollen frei herumfliegen und alles zerschneiden was ihnen in die Wege kommt. Sie versuchen sich von meinen Schultern loszureissen... doch sie sind ein Teil von mir... unzertrennlich wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Und ich bin kein Werkzeug der Rache. Sie teilen mein Schicksal. Sie sind nicht frei. Nur sehr eingeschränkt. Sie können zwar Blut kosten, aber nur meins. Sie quälen sich mit mir und ich mit ihnen. Sie wollen weg, ich wünschte ich wäre sie los. Beide wollen verschiedene Richtungen gehen und so ergibt sich ein endlos schmerzendes Tauziehen mit wunden Händen die bald Bluten und dann nur noch Knochen sind. Ich bin Wahnsinnig und doch normal. Ich glaube an das gute in dieser Welt... und solange ich diesen Glauben habe, werde ich kein Rachengel sein. Da sieht man es doch selbst: ICH BIN WAHNSINNIG, DEN MICH GLAUBE IMMER NOCH AN DAS GUTE!!! An das Gute für mich.
Was hab ich eigentlich für ein Problem? Mir geht’s doch gut und kann mich nicht beklagen. Anderen geht’s dreckiger. Grosse Probleme hab ich nicht. Also wo ist mein Problem? Ist die Frage ernstgemeint? Hast du jetzt eigentlich dies hier gelesen oder nicht? Ich wäre ein total glücklicher Mensch gewiss... wenn diese scheiss schwarzen Schwingen nicht wären. Drecksdinger. Fügen mir selbst Schmerzen zu... fügen Nahestehenden Schmerzen zu und ergötzen sich an den Schmerz anderer... möchten die ganze Welt bluten lassen. Wann bin ich mit ihnen aufgewacht? Wer gab sie mir? Sie amüsieren sich, wenn es Anderen schlechter geht. Finden es köstlich, wenn eine unbekannte Person weinend im Zug zusammenbricht und sich wie ich den Tod wünscht. Die Schwingen geniessen die Pein von Anderen und lassen mich dann für kurze Zeit in ruhe. Man liesst die Zeitung und man ist froh ab all den schlechten Dingen die Anderen zugestossen ist. Ich kann nichts dafür.. aber ich bin dann auch froh, für kurze Zeit aufatmen und von den Schwingen in Ruhe gelassen zu werden. Ich spüre dann auch Mitleid... und doch fühle ich mich dann auch zeitgleich gut. Vielleicht liegt es auch vor allem daran, dass ich nichts für deren Leid kann... und doch finde ich es Gerecht, dass ich mal nicht drankomme und lache mir in die Faust. Ich bin ein Arschloch. Es tut mir leid.
Wisst ihr... ab all dem was man hier jetzt liest, könnte man meinen, ich wäre herzlos und kalt. Verwechselt mich nicht mit meinen Flügeln... noch stehe ich zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die wenigen Kollegen und Freunde die ich habe, die haben mich wirklich gerne. Ich hasse die Welt... ich hasse auch sie irgendwie... aber ich schütze sie zugleich von meinen schwarzen Schwingen.
Ich bin ein super Kollege... melde mich oft... helfe auch ohne wenn und aber. Ein Kollege wie im Bilderbuch.... so scheint es. Man verbringt sehr viel Zeit miteinander und es macht auch Spass... Ich danke all meinen Kollegen. Und sie sind es auch Wert... jeder Einzelnen... von meinen Schwingen beschützt zu werden. Sobald die Flügel wieder nach Blut und Schmerz anderer dürstet, stehe ich zwischen ihnen und meinen Kollegen. So werde ich wieder zerfleischt... von den Kollegen unwissend... die Schwingen sind enttäuscht und laben sich an meinem Blut. In diesen Momenten sollte man mich einfach in Ruhe lassen oder sie werden aus meiner Unachtsamkeit doch noch getroffen. Dann sehen meine Kollegen nur MEINEN Hass, MEINE Unhöflichkeit, MEIN Schwert das die Wunden an ihnen zugefügt hat... Sie sehen weder meine Wunden und meine Schwingen. Niemand sieht meine Schwingen... und es wird sie auch nie jemals einer sehen können... was für eine beschissene Tatsache. Ich suche kein Mitleid... ich suche das Leid von anderen... damit meine Flügel gefüttert werden! Doch suche ich das Leid nicht bei meinen Kollegen. Doch wehe dem, der mich verarscht... ihm wird vielleicht ein Leben lang kein leid zugefügt... aber wenn der Sturm einmal losbricht und er in der Nähe steht, so sehe ich keinen Grund, mich zwischen ihm und den Schwingen zu stellen sondern lasse gewähren, dass er zerfetzt wird. Auch wenn Mitleid in dieser Sekunde kommen sollte, so werde ich die Ruhe geniessen, wenn die Flügel sich am Leid laben.
Unscheinbar, stumm, nicht auffallend... ich gehe meiner Arbeit nach, meinem Hobby... verbringe die Zeit mit meinen Kollegen... und über mir ragen die unsichtbaren schwarzen Pfeiler der Verdammnis. Meine Flügel sind zeitlos, geistlos, unreal und nicht von dieser Welt... und doch sind sie da. wie lange trage ich die Last noch auf meinen Schultern?
Gibt es noch mehr wie mich?
Online Spiele... spiele mit der Welt.
Oh wahrlich... es gibt nichts schönere als diese Onlinespiele. Online- Rollenspiele. Spiele mit der Welt... lass deinen Flügeln freien lauf... wenn nicht in dieser Welt, dann halt in einer Anderen. Spiele einen bösen Hexenmeister der alles Gute Vernichtet und anderen weh tut. So mag ich es, so mögen es meine Flügel. Gift und Schmerz sind mein Handwerk. Mit dieser Kunst ziehe ich durch die Welt und tue anderen weh. Meine Magie, mein Spass. Lachend und sich ab nichts schämend. Die Rolle des Lebens... man kann sein was man will... solange der Monitor flackert. Und doch wird es den schwarzen Flügeln schnell langweilig. Sie fühlen sich einsam und wollen realen Menschen weh tun. Sie drängen mich aus dem Haus. Lassen mich verzweifelt Leute suchen. Und doch finde ich kein Glück. Ich suche die Wärme... die Flügel schmerzen und die Kälte... wir tun uns gegenseitig weh. Scheisse.. egal was ich auch tu... es tut immer weh. Ich bin ein Freak. Gibt es einen Wohlfühlschmerz? Also beides und doch nichts? So fühle ich mich in Onlinewelten.
Gibt es noch mehr wie mich?
Meine Kollegen sagen, ich wäre ein toller Mensch mit guter Ausstrahlung. Solche Worte tun mir weh! Warum bin ich denn so alleine, warum kenne ich so wenige? Warum suche ich das Leid Anderer damit es mir besser geht? Man kann es wenden und drehen wie man will... meine schwarzen Schwingen versauen jede Logik und jede Statistik. Es scheint, als wären sie das Chaos selbst. Mal haben sie mehr, mal weniger Lust auf das Blut. Und wenn man mal soweit ist, sie gewähren zu lassen, dann haben sie GAR KEINE LUST auf Blut und hängen Kraftlos von meinen Schultern... Lustfrust sozusagen. Die Gegenwart ist sichtlich genervt ab der Vergangenheit uns Zukunft. Sind sie doch pures Chaos und anscheinend nur dazu da, der Gegenwart das Leben zu vermiesen. Ich sollte der Einzige Mensch auf diesem Planeten sein und ich hätte nichts für meine Schwingen in reichweite... dann würde ich mich und die Schwingen sich wohl fühlen. Wahrlich. Ich müsste nichts zurückhalten und die Schwingen hätten keinen drang mehr. Aber alle Menschen dieser Welt sind schon ein bisschen viel verlangt oder? Aber nur ein bisschen. Oder würde es reichen die Augen zu verschliessen, die Ohren zuzuhalten und zu schweigen auf immerdar? Nein.... die Flügel und ich wissen genau... Ihr seid da... ich rieche euch (hör auf zu atmen) und ich fühle euch (was jetzt?)... Rue findet man also doch nur im Tod selbst. Und doch ist man sich selbst am Nächsten!
Warum soll ich mich umbringen... wegen Euch? Und doch bin ich oft kurz davor. Und das Chaos auf meinem Rücken? Diese Schwingen? Die wissen selbst nicht was sie wollen. Blut wenn ich nicht will... kein Blut wenn ich will. Sind wir jemals einer Meinung? Wird es jemals soweit kommen? Zweifel, Zweifel und noch mehr Zweifel. In diesem Moment frage ich mich, was wohl passieren würde, wenn meine Kollegen diesen Text lesen würden. Hätten sie dann noch immer so eine gute Meinung über mich, oder währen sie entsetzt? Würden Sie sich wieder melden oder hätten sie sogar Mitleid? Ihr Mitleid wäre ihr verderben und doch... ich wünschte in die Arme genommen zu werden von einer Person die alles über mich wüsste.... und doch weiss Niemand wer oder was ich bin. Jeder sieht nur mich... die Gegenwart. Die Schwingen der Vergangenheit und Zukunft bleiben unentdeckt. Mit der Zeit würden meine Kollegen sicher glauben, dass alles einfach eine Show ist. So vermute ich es zumindest... oder wie würden meine Schwingen reagieren, wenn jemand mit mir über ihre Existenz reden würde? Was würde geschehen?
Das kann ich sehr wohl sagen... sie würden sich schützend um mich legen damit mich Niemand erreichen kann. Sie würden sich tief in mein Herz bohren und mit ihrem Schmerz meinen Geist betäuben. So war es und so wird es immer sein, wenn ich mit jemandem solch ein Thema spreche... so bin ich wie betäubt und abwesend... nicht in der Lage gross darüber zu diskutieren. Der Schmerz betäubt meine Sinne und die Klingen wehren alles Äussere ab. Ein verdammter Schmerz den man immer besitzt, wenn man versucht, die Klingen abzuschütteln. Ein verdammter Schmerz der nur allzu gut bekannt... der sogar grösser ist als der alltägliche Lebensschmerz.
Wenigstens kann ich darüber schreiben. Seltsam
Gibt es noch mehr wie mich?
Die Gothic-Szene... Auf der Suche nach Anderen „Engeln der Klingen“ stiess ich mal kurz auf die Gothic-Szene. In der Hoffnung, dass man dort irgendwie seine Flügel loswird... keine Ahnung, warum ich wirklich an so was unglaubliches dachte. Die Flügel loswerden? Lachhaft. Die Welt ist rund... jaja du mich auch.
Also zurück zur Gothic Szene. An alle Gothic-Fans: ja ich bin ein Arschloch... und ich bin stolz darauf... da ich bin was ich bin... also könnt ihr mich ruhig beschimpfen... meine Klingen schützen mich vor eurem Hass. Also:
Mein Gott... ich sah noch nie so viele Leute die Aufmerksamkeit suchten auf einem Haufen. Und das schlimme daran: denke 99% hatte noch nie einen Selbstmordversuch und nur etwas 5% darin dachte wirklich jemals daran. Einfach lachhaft. Ich sah noch nie so etwas eingebildetes wie diese Szene. Alle laufen Schwarz rum und tun nur so, als hätte sie das Leid selbst gesehen und gepachtet... wissen sie doch nicht einmal was ECHTER Schmerz ist... selbst ich weiss es wohl nicht. Nun denn... alle sind schwarz angezogen um zu zeigen: Hier bin ich... ich bin Gothic... Habt mitleid mit mir, ich möchte eure Aufmerksamkeit. Schon allein der Gedanke, dass eine Farbe was mit Leid zu tun hätte? Einfach lachhaft! Die meisten in diesen Clubs sind einfach Schauspieler... ein riesig grosses Theater dessen Publikum sie zeitgleich sind. Wehe es kommt jemand nur ein bisschen Bunt dort rein und sucht Anschluss: er wird keinen finden.
Kein Anschluss unter dieser Farbe, bitte wählen sie Schwarz. Ansonsten wirst konsequent ignoriert. Das gehabe ist ja noch besser. Die meisten streicheln sich dort drin und wenn man mal ein bisschen über die Themen lauscht, so wird es einem Kotzübel. Die Wut kocht hoch und meine Schwingen ersehnen sich ein Massaker. Da hörst du Sachen wie „Ich bin eigentlich gar nicht so negativ.“ „Eigentlich bin ich ziemlich nett und auch glücklich!“
Verarschen kann ich mich selbst. Es tut mir vor allem für die restlichen 1% leid... die wirklich auf Gothic drauf sind... genug von diesem Kackleben haben und in diesen Örtlichkeiten sich vom Leben mal abkapseln wollen. Wie halten die das aus? Ist das eine Art insider in der Gothic Szene? Dort wo ich hinkam war es einfach nur erbärmlich... Alle suchten mit ihrer Gotikart die Aufmerksamkeit von Anderen. Der Gothicstil als billige anmache... eigentlich glücklich mit der Welt wie sie läuft und glücklich, die Tussi nebenan begrapschen und küssen zu können die ja auch sooooo schlecht drauf ist. Mal ehrlich... wie oft sieht man in der Gothicszene mal jemanden wirklich weinen, seine Seele freien lauf lassen? Wer lass schon mal über Suizid in einer Gothicszene? Meine Meinung steht: 99% der Gothicszene kann man in ne Grosse Tüte packen und durch den Fleischwolf drehen.
Delletante Arschlöcher... tun so als wären sie was Besseres... tun so als würden sie den Schmerz kennen... und wenn man mal über ein Thema wie Selbstmord und Schmerz spricht, wird man schief angeschaut... und dass in der Gothic-Szene!!! Thema Selbstmord sogar dort tabu? Zeigt man denen nur 1/10 meines Schmerzes, würden die meisten dort jammernd zusammenbrechen und um Gnade flehen. Es ist einfach zum Kotzen. Versuchen zu sein was sie nicht sind. Denn wer wüsste wie es wirklich ist, so zu sein wie ich... der würde zu Gott beten, niemals so zu werden... falls Gott dich dann noch hören sollte. Niemand auf der Welt wünscht sich so was!
Gothicszene... Schauspieler die einfach Aufmerksamkeit suchen um sich dabei gut zu fühlen... Billige Anmache um schnell an ein Ziel zu kommen... Schmerzloses fröhliches Pack... Möchtegern Philosophen die über etwas Reden was sie gar nicht verstehen noch jeh erfassen werden. Würmer! Nichts anderes! Nein selbst Würmer haben mehr Selbstwertgefühl. Sie beleidigen Meinesgleichen mit ihrer Art und Weise! Wo sind die wahren Engel der Nacht? Wo ist der Restliche 1%? Wie ertragen die das nur solange? Ich gehe bunt durch die Welt... weil Schmerz keine Farbe besitzt und doch Farbe ist. Das Blut tropft von meinen Schwingen. Und beinahe ALLE in der Gotikszene können das irgendwie nicht verstehen. Sie sollten lieber alle nach Hause zu Ihren Eltern oder Freundin. Der Schrei nach Aufmerksamkeit ist einfach lachhaft. Besonders wenn man sich dafür mit fremden Federn wie dem Gotik schmückt. Erbärmlich... in meinen Augen weniger Wert als Dreck. Nicht mal drauf zu spucken lohnt sich.
Es tut mir leid um die restlichen 1% die wirklich so drauf sind. Denen huldige ich meinen grössten Respekt. Und auch die, welche nicht mehr hier weilen. Die wahren Engel der Nacht die selbst blutende Klingen mit sich tragen oder trugen. Die ganze Gotikszene ist eine Beleidigung für diese Leute und für mich. Wir wünschen Niemandem diesen Schmerz und tragen ihn selbst...
Andere, unwissende verweichlichte Idioten, wiederum scheinen unser Leid „cool“ zu finden und schmücken sich mit unseren Federn und tun so, als wären dies ihre schwarzen Schwingen... und dies nur, um die Aufmerksamkeit Anderer zu erhalten. Und kaum würden sie mal von den wirklichen schwarzen Flügel gepiekst, würden sie erschrocken davonfliegen. Fangen sie doch schon an zu heulen ab jedem Wehwehchen... ist ein Schnitt ins Fleisch doch nichts weiter als weltlicher Schmerz.
Wir sind schon tot... viele von uns versuchten schon zu entkommen... und überlebten leider. Aber die anderen 99% dieser Szene?
Wie viel von diesen „Pfauen“ sahen wirklich schon mal Blut... schliefen wirklich ein im festen Glauben endlich nicht mehr aufzuwachen. Glauben sie doch, SCHWARZ gemischt mit Rot sei die Farbe des Leidens. Kurzsichtig, verblödet und einfach nur Naiv. Ich selbst mag ja auch in gewissen Sachen ziemlich naiv sein, aber ich beleidige nicht mit einer Imitation sondern mit meiner Selbst, so wie ich bin. Ich bin was ich bin und brauche mich nicht mit fremden Federn zu schmücken. Ich bin kein Pfau... da bin ich lieber der Verhasste Aasgeier der seinesgleichen sucht und ist was er ist.
Kling ziemlich Arrogant von mir... aber das ist meine Meinung... so wie ich sie Erfuhr... Vielleicht hat es in einem Club wirklich nur 1% der wahren Nachtschatten... aber die lernte ich nie kennen. Nur diese „Pfauen“. Ich kann sie nicht mehr sehen. Ich will sie nicht mehr sehen. Sie wären gutes Klingenfutter für meine Flügel. Und wer mich nun hier für meine Worte hasst, der soll mich doch hassen. Es geht mir am Arsch vorbei. Ich hab besseres zu tun als mich hier jetzt mit einem solchen „Pfau“ zu streiten wie GOTHIC wirklich ist. Ich hab mir jedenfalls meine Meinung gebildet. Der Aasgeier hat das Gebiet umkreist und musste kotzen. Für die restlichen 1% wahrer Gothic entschuldige ich mich hier und bin gewiss, dass sie dies auch so sehen oder dass sie mir wenigstens verzeihen. Meine Worte sind Worte der Wahrheit so wie ich sie erlebe. Verdrehte Welt in meinen Augen... den Augen der Gegenwart, geplagt von Zukunft und Vergangenheit.
Ihr wollt meine Flügel? Ihr wollt sein wie ich? Ihr seid wirklich verblödeter als ich dachte.
Ihr habt Mitleid mit mir? Es gibt tatsächlich noch grössere Idioten!
Ihr hasst mich? Dann habt ihr vielleicht heut doch was gelernt...
Gibt es noch mehr wie mich?
Denke wenn ich gleichgesinnte finde gäbe das sowieso kein gutes Ende.
Was will ich überhaupt hier... soll ich doch endlich Selbstmord machen!!! Ich soll gehen?
Keine Lust.
Das Arschloch bleibt hier. Basta.
Zu feige zu gehen. Zu feige hier zu bleiben. Zu feige seine schwarzen Flügel zu zeigen. Zu feige, Blut regnen zu lassen. Und so wird nichts passieren und die Erde dreht sich weiter. Wenn ich Euch nerve oder gar verletze, laben sich meine Schwingen an Eurem inneren Blut. Es tut mir leid... und doch bin ich froh.. dann schneiden die Schwingen wenigstens eine Zeit lang nicht mehr mich.
Wenn ihr einmal vor mir steht und mich und meine Flügel seht, so werdet ihr denken, ich sei was Anderes. Betäubt vor Schmerz und geschützt von den Schwingen die sich in mein inneres fleisch graben werdet ihr mich nicht erkennen. Der Name stimmt, die Person auch... und doch werde ich was anderes sein. Lachend, fröhlich und ein wirklich guter Freund der alles daran setzt, die Freundschaft zu erhalten. Sollte ich euch jemals kennen, so werde ich wieder leiden müssen wenn wir Freunde werden. Dann stehe ich wieder zwischen den Klingen und der Freundschaft.
Am besten geht ihr mir aus dem Weg. Am besten die ganze Welt. Lasst mich in Ruhe, geht aus meinen Augen... lebt euer leben und ich sieche meins. Wenn ich Freunde suche, finde ich welche. Auch wenn die schmerzen bedeutet.
Die schwarzen Flügel ragen über mir wie eine drohende Gewitterwolke. Und ich werde sie wohl nie los. Verdammt sei derjenige, welcher sie mir gab. Leider weiss ich nicht wer oder was es war. Ein Sadist allemal.
Und wieder im Fernsehen ein Bericht, wie toll es momentan ein Megastar hat, wie er lebt, wie reich er ist und wie viele Kollegen er hat...
Und wieder kommt eine Singleshow in dem anscheinend nur Models auftreten dürfen...
Und wieder steht in der Zeitung, dass Politiker wissen was gut für MICH sei...
Die Welt lässt einem nicht in ruhe... Alles wird einem unter die Nase gerieben... zum Glück auch das schlechte. Der Aasgeier hat wieder Futter. Ich wäre sicher ein guter Mensch geworden... und nicht so ein Arschloch.
Aber eben... ich hab die beste Ausrede der Welt:
„Es tut mir leid, aber sie wissen ja: Die schwarzen Flügel!“
PS: HASSMAIL AUS DER GOTHIC-SZENE AN: pbaumann@econophone.ch
"Text von Snowhawk"