Der einsame Mensch
"Warum suchen einige Gesellschaft während andere davon weg kommen wollen?"
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Die Natur des Menschen, woraus besteht Sie? Ist ein Mensch eher ein Einzelgänger oder sucht der Mensch das Soziale zu Anderem? Wie ist sein Verhaltensmuster? Einige fühlen sich alleine Wohl, andere gehen nur in Gesellschaft richtig auf, während noch andere das Mittelmass suchen?
Es gibt Menschen die fühlen sich in kompletter Einsamkeit wohl.
Es gibt Menschen die fühlen sich in der Masse wohl im Gedanken nie alleine zu sein.
Es gibt Menschen denen sind zu viele Menschen zuwider, zu wenige zu wenige.
Und doch ist es ein und das selbe im Menschen der alles will.
Welcher Gattung gehörst du an?
Die ganze Welt und doch für sich allein. Oft sucht ein Mensch das soziale und dann versucht er sie wieder zu meiden. Ein einfaches Beispiel: Man möchte auf dem WC nicht gestört werden. Wenn man müde ist möchte man auch seine Ruhe. Aber sobald man sich einsam fühlt, schreit man nach Freunden.
Problem der Kommunikation... man mag jemanden sehr gut und schreibt täglich dieser Person E-Mails oder SMS... für einem selbst ist es die Befriedigung an sich, jeden Tag der anderen Person "Hallo" zu sagen, während die andere Person dies oft als NERVEND empfindet. Wer war schon nicht mal in dieser Situation? Kommt ein Anruf von Zuhause und man nervt sich tierisch, telefoniert man 30 Sekunden später mit einer Kollegin stundenlang. Es ist schon seltsam, das soziale Empfinden des Menschen. Und deshalb ist es wohl auch so schwer in einer solchen Welt zu leben.
Man will seine Probleme Anderen mitteilen, Probleme von anderen Kollegen zuhören... sitzt man aber in einer Bar und muss sich das depressive Geschwafel von jemandem daneben anhören, geht es meistens irgendwie verdammt auf dem Keks. Warum eigentlich? Weiss jemand ne Antwort? Die Probleme der Anderen, einmal interessieren sie einem, einmal nicht. Oft kommen dann noch die eignen Probleme dazu und ehe man sich's versieht, nervt man andere Leute mit dem was man am meisten hasst. Zuhören will gelernt sein, Sprechen auch... und doch passiert es immer wieder, dass man sich in das Einsame zurückwünscht.
Ein Mensch in totaler Einsamkeit der sich wohl fühlt? Gibt es so was? Wenn ja, wie muss es sein, wenn man von anderen Leuten nonstop genervt wird mit unnötigem Geschwafel und Diskussionen, weil alle irgendwie das Mitleid für einem aufbringen und etwas reden wollen? Gefällt ihnen ihr leben?
Ich suche Kontakte und finde Sie nicht, wenn ich sie brauche. Ich suche Einsamkeit und finde sie wenn ich sie am wenigsten braucht. Meistens abgekapselt von nervenden Leuten rutsche ich in das was ich am meisten Hasse und doch gerne habe... Vielleicht ist dies das Problem... ich fühle mich nirgendwo richtig wohl. Nicht in der Menschenmasse und nicht Alleine. Oft macht einem noch die eigene innere Welt einen Strich durch die Rechnung mit ihren Extremen, ihrer Untoleranz, Hass, Wut und Verzweiflung. Was wäre für meine Wenigkeit wohl das Beste? Freunde auf Knopfdruck? Keine Freunde auf Knopfdruck? Schon interessant das Geistige Wesen. Ein schmaler Grad von dankbarer Gesellschaft oder nervendem Pöbel. Vielleicht ist diese Welt einfach zu Gross für uns Menschen. Fehlt uns der Gemeinschaftssinn?
Wenn die Gemeinschaft zu gross wird, kann man nicht mehr seine Gefühle gezielt einsetzen. Man kann nervenden Personen nicht aus dem Weg gehen, da sie es dann in den Hals kriegen. In kleinen Gemeinschaften sieht man die Person öfters in der Woche... in grossen Gemeinschaften sieht man sie vielleicht nur 3x im Monat... dann jedes Mal gerade genervt... wie soll sich die andere Person fühlen. So können wir uns nie auf das Wesentliche im Sozialen konzentrieren.
Ich fühle mich eigentlich am wohlsten, wenn ich einfach meine 3-4 Kollegen und Kolleginnen habe. Wirklich Zeit für Sie habe... und doch haben nicht immer alle dann Zeit für mich, weil sie einen anderen Gemeinschaftssinn haben. Wann ist eine Gemeinschaft zu gross? Ich fühle mich bei 3-4 Menschen wohl, ein anderer erst bei 8-10... bei jemand anderem Wiederrum 18-20. So treffen verschiedene Menschen mit verschiedenen Gemeinschaftsvorstellungen auf sich und di e Probleme fangen an. Für den einen ist es zuwenig Aufmerksamkeit vom anderem. Dann widerrum empfindet man zuviel geschenkte Aufmerksamkeit als zu lästig... so geht die menschliche Beziehung den Bach runter, weil niemand das Optimum hat und am Schluss sind alle unglücklich und alle fragen sich, was sie nur falsch machen im Leben. Es ist wie in einer Partnerschaft mit der Freiheit des anderen. Es ist schwierig einen guten Partner zu finden. Der eine Fragt einem aus, der Andere ruft immer an wie es einem geht. Der Partner ist extrem eifersüchtig, der andere denkt sich nix dabei einfach mal beim Kollegen zu übernachten und dies zu sagen. Das ganze Soziale ist eigentlich ein grosser Kampf. Und Kämpfe zermürben.
Wann hat jemand genug.... was ist die Lösung?
Früher wars ja relativ einfach mit den Gemeinschaften.. Sass man beim Feuer in der Höhle, und wenn's einem nicht passte zog man vom Stamm weg. Wenn man sich einsam fühlte kam man dann einfach zurück. Und wie siehts heut aus? Die schnelllebende Welt! Den Stamm und den Zusammenhalt, wo findet man den? In Vereine? Findet man dort Menschen mit denen man sich versteht? Was am Anfang sehr einfach klingt, wird wieder vom sozialem Ego ausgehebelt. In Vereinen sind oft Leute die das gleiche Hobby haben, und doch wird man damit oft mit Regeln verbunden, die einem die Freiheit für anderes rauben. Man muss regelmässig erscheinen, kann nicht mehr mit anderen Leuten gross was machen und vernachlässigt anderes. Solange man im Verein ist, fühlt man sich wohl... doch sobald man irgendwie mal eine andere Interessen bekommt steht man plötzlich wieder alleine da. Kein Verein, keine Gleichgesinnten... und die anderen Kollegen? Wurden so vernachlässigt, dass sie nur noch entfernte Kollegen sind. Faktum: Die Einsamkeit zieht wieder ein. Zwingt einem dies nicht in einem Verein zu bleiben? So wird man unglücklich weil man sich zu etwas zwingt. Zuviele Auflagen verträgt der Mensch nicht. Ohne Verein hätten sie dann niemanden mehr. So kommt es unterm Strich wieder gleich raus.
Ist es denn so gewollt, dass ein Mensch eigentlich nie zufrieden mit dem sozialen Umfeld ist? Man möchte möglichst viele kennen ohne grossen Verpflichtungen und doch bei allen anderen so sein wie der beste Kollege? Meinen besten Kollege hab ich jetzt auch 1 Monat nicht mehr gesehen, weil ich auch mal ne Pause brauche zwischen durch. Kriegt er es in den Falschen Hals? Die Wahrheit kann man nicht sagen: Ich hab 1 Monat mal die Nase voll mit sozialem Kontakt... so sucht man sich kleine Notlügen wie: Ich muss am Wochenende arbeiten etc.. Man weiss einfach nicht was man will, hat zu viele Ansprüche... liegt es am eigenen Ego? Und doch ist dieses Ego in Einsamkeit das, welches Schreit.
All diese inneren Konflikte im sozialem Wesen bringen mir eigentlich die Einsamkeit. So fühle ich mich praktisch immer einsam. Genervt von anderen und niemandem mit dem ich reden kann. Alleingelassen von der nervenden Person wenn ich Freundschaft suche... und in der Masse unwohl und bedrängt. So lebt man ein leben mit sehr vielen Bekanntschaften und man ist trotzdem immer alleine... zumindest bildet man sich das ein.
Wo soll das alles nur Enden? Unsere Gesellschaft verlangt folgendes von einem Perfektem Menschen: Hilfebereit, Zuhörer, immer gut gelaunt... ABER DAS GEHT ENIFACH NICHT.
Ich durchstöbere Depri- und Selbstmordforum und das Problem ist beinahe überall gleich. Alle fühlen sich einsam und doch interessiert es sie nicht was draussen passiert bzw. fühlen sich genervt wenn andere von Ihren Problemen reden oder wenn sie von ihren Problemen wissen wollen. Genervt von allem und der Welt. Ich hasse die Welt, ich liebe die Welt, sie macht mich nervlich kaputt und meine eigene Welt steht auch nicht mehr. Gebe ich an einem Tag gute Ratschläge im Forum, so kann ich an einem anderem Tag nichts dazu sagen da ich gar nicht erst auf solche Seiten gehe weil sie mich ankotzen, mich wirklich alles ankotzt. Man möchte in den Arm genommen werden und im nächsten Moment empfindet man die Umarmung als beklemmend und man versucht sich daraus zu befreien. In der Arbeit sieht man es auch... manchmal versinkt man in Arbeit, tut aber nicht weil man keinen Bock hat... ein andermal sucht man die Arbeit und findet sie nicht. Ein andermal ists ein perfekter Tag mit viel Arbeit und alles macht Spass es zu erledigen. Verdammt ist das eine komplizierte Welt die nicht nach einem selbst dreht!!!
Die eigene Welt... ja... das wäre doch schön und man würde sich wohl fühlen? Wie lange würde es gehen bis man sich wieder einsam fühlt? Der Mensch, das unschlüssige Wesen das einfach nicht weiss was es will und nie zufrieden ist. Bin ich glücklich? Ich weiss es nicht... ich kann sagen: Es war gut gelebt zu haben... kann am nächsten Tag aber schon ne Kugel von mir im Kopf stecken haben. Ich habe Kollegen, fühle mich einsam und mal wieder nicht... so mach ich mir die eigene Hölle wie es sich viele machen. Vielleicht hab ich auch einfach zuwenig ernste Probleme in dieser Welt, da ich Zeit mit solchen scheiss Gedanken verbringen kann. Meine Probleme sind eh ziemlich seltsam... z.B. habe ich ein egute Kollegin die ich liebe... aber nicht mehr als Kollegschaft von ihr möchte... das klingt doch mal richtig abgedroschen? Ich fühle mich einfach Wohl in ihrer Nähe und Schmetterlinge überall.. und doch möchte ich keine Beziehung. Ich bin zufrieden so wie es jetzt ist... und doch, kaum trifft sie sich mit jemand anderem kommt eine Eifersucht auf... hihi...komische Welt. Nur wird's dann dümmer, wenn die Kollegin meint ich will was oder noch schlimmer, sie sich in mich verliebt... was soll man dann sagen? Ja ich liebe dich auch, will aber meine Ruh? Oh ja wie taktvoll... oder nein ich liebe dich nicht und früher oder später kommts zum Kontaktabbruch da neuer Freund etc.? Tja irgendwann wird eins von beidem eintreffen und eine gute Kollegschaft ist wieder im Arsch. Und wieder steht der Mensch dann einsam da mit nichts als den Erinnerungen in den Händen. Schade gibt es keinen Speicherpunkt im Leben wie in einem Spiel, wo man einfach nochmals dort beginnen kann in einer Situation die man gerne anderst gehabt hätte.
Einsamkeit und Mensch, das selbe Wort? Ein Mensch kann nicht Alleine sein, dass stimmt. Er ist auch nie Alleine. Aber Einsamkeit bedeutet nicht Alleine zu sein. Einsamkeit empfindet man auch dann, wenn hunderte von anderen Individuen um einem herum stehen... Einsamkeit kommt von tief drinnen aus einem Gefühl heraus, weil man irgendwie nicht mit dieser Welt klar kommt. Man wünscht sich einen Speicherpunkt im Leben, das etwas unverändert bleibt und gleichzeitig sucht man die Veränderung um eine Situation zu verändern die man nicht haben will. Das ist Leben!
Es ist wie eine Pralinenschachtel... es kann süss sein, es kann zum kotzen sein, da man genug hat.
Erwartet man zuviel vom Leben? Erwartet man zuviel vom Sozialen? Tja... interessant wäre doch, wie sich ein Mensch fühlt, der nie einen anderen Menschen kennen gelernt hat. Oder nur einen Mensch kennt? Praktisch nicht möglich dies aber herauszufinden.
Der Mensch ist nicht geschaffen um Alleine zu sein, jedoch für die Einsamkeit, endet doch irgendwie alles darin. Auch sterben tut man Einsam... Zwar können 100 Leute dein Händchen halten wenn deinen letzten Atemzug machst... doch sterben wirst du ganz einsam... nicht alleine aber einsam!
Einsamkeit das Wesen jedes Menschen! Jeder geht anderst damit um!
Einige haben die Einsamkeit akzeptiert.
Andere wollen Sie nicht akzeptieren und Hassen dieses Leben.
Andere sehen sie einfach nicht im Moment.
Andere flüchten rennenddavor weg.
Aber irgendwann... irgendwann einmal sind wir wieder am Punkt unseres Wesen angelangt: Der Einsamkeit unserer Selbst. Weder ein Partner, ein Kind noch Wohlstand kann darüber hinwegsehen, dass man irgendwann wieder die Einsamkeit trifft. Aber trösten können diese Sachen... und das Leben "lebenswert" machen. Lebenswert = ein leben in Trost führen? Oder gibt es eine Möglichkeit sich in der Einsamkeit wohl zu fühlen?
Vielleicht ist dies der Schlüssel zum Glück? Irgendwie zu schaffen sich in der Einsamkeit Wohlzufühlen? Aber wie geht das? Vermisst man in der Einsamkeit doch irgendetwas? Tröstet man sich dann mit materiellen Dingen?
Naja, sind mal wieder ganz blöde Gedanken die in meinem Kopf rumschwirren. Eigentlich kann ich ja alles machen was ich will, Einsam werd ich immer blieben in gewisser Weise. Fragt sich nur wie viel Trost man finden wird in seinem Leben. Ist das Leben das man führt eigentlich nur eine Suche nach dem Trost der Existenz?
Denke ich breche hier ab bevor noch mehr Wahnsinn niedergeschrieben wird. Meine Seele ist Chaos pur... Sollen andere hier glücklich sein mit diesem Leben, so soll dieser Text mal eine andere Weltenansicht beleuchten.
Viel Spass beim grübeln. Morgen hab ich eh schon wieder ne andere Meinung. Ich wünscht jemand würde mich in den Arm nehmen und doch weiss ich dass ich nach einer Minute wieder genervt wäre... Schweinerei!
Wenn einfach nur nicht dieser verdammte Schmerz im Herzem wäre.
W
"Text von Snowhawk"